Kreditkartenkonto mit Tagesgeldfunktion
Viele Kunden nehmen die verschiedensten Bankdienstleistungen in Anspruch und sind sich nicht bewusst, dass sich durch die Vielfalt der Produkte durchaus Überschneidungen ergeben, die einige Leistungen sogar überflüssig machen. Ein Beispiel für solche “Synergieeffekte” ist die Kreditkarte. Immer mehr Bundesbürger verfügen mittlerweile über eine Kreditkarte oder sind an einer Kreditkarte interessiert.
Die meisten Kreditkarten beinhalten mittlerweile auch die Funktion eines Tagesgeldkontos. Sofern der Kunde ein Guthaben auf dem Kreditkartenkonto hat, wird dieses oftmals mit einem Zinssatz verzinst, der auch leistungsstarken Tagesgeldkonten bei Direktbanken Konkurrenz macht. In vielen Fällen liegt die Verzinsung schon bei ca. 4 Prozent. Da noch lange nicht alle Anbieter die Tagesgeldfunktion in ihren Produktportfolios führen, ist damit zu rechnen, dass sich die Konditionen auch zukünftig zu Gunsten des Anlegers verändern werden. Somit dürfte die Zinsdifferenz zwischen Kreditkartenkonten und Tagesgeldern geringer werden.
Einige Banken, wie beispielsweise die Deutsche Kreditbank, bieten ihren Kunden mittlerweile auch individuell anpassbare Services, welche es beispielsweise ermöglichen, dass ein Restbetrag am Monatsende vom Girokonto auf das Kreditkartenkonto transferiert wird. Denn in aller Regel wird das Guthaben auf dem Kreditkartenkonto dann besser verzinst, als auf dem Girokonto. Der Kunde braucht somit nicht jeden Monat die Sparrate manuell zu überweisen.
Allerdings sollte der Kreditkarteninhaber darauf achten, dass er keine überhöhte Jahresgebühr bezahlt. Diese würde den positiven Effekt einer Guthabenverzinsung möglicherweise aufbrauchen. In vielen Fällen sind Kreditkarten nämlich bereits kostenfrei verfügbar, sodass eine Jahresgebühr nicht zwingend notwendig ist.